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BYE
BYE,
BABY?

Frauen
im Wettlauf
gegen ihre
biologische Uhr

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Das Buch

In der heutigen Gesellschaft werden Frauen immer später in ihrem Leben zum ersten Mal Mutter. Das Zeitfenster, in dem sie sich fortpflanzen können, bleibt aber begrenzt – allen Fortschritten der Reproduktionsmedizin zum Trotz.

Die Konsequenz daraus: Für immer mehr Frauen kommt irgendwann nach 35 der Wunsch nach Kindern mit den Fakten der weiblichen Biologie in Konflikt. Und sie fragen sich: Finde ich noch rechtzeitig den passenden Partner, der bereit ist, mit mir die Verantwortung für ein Kind zu tragen? Werde ich noch schwanger, wenn ich das erwünschte Karriereziel erreicht habe? Muss ich vielleicht jetzt schon vom Mutterwerden Abschied nehmen? Für die Betroffenen ist der Wettlauf gegen die eigene biologische Uhr hart – und er wird fast immer im Stillen ausgetragen.

 

In "Bye Bye, Baby?" erzählen betroffene Frauen ebenso ehrlich wie selbstkritisch von ihrem Leben zwischen Hoffnung, Selbstvorwürfen und Toschlusspanik. Die berührenden Porträts werden ergänzt durch Gespräche mit Experten verschiedenster Fachrichtungen, die interessante Fakten vermitteln, neue Denkanstösse liefern und über mögliche Hintergründe des Phänomens Kinderwunsch nachdenken.

 

Die Autorin

Annette Wirthlin wurde 1974 im Kanton Zürich geboren und studierte Anglistik, Germanistik und Psychologie an der Uni­versität Zürich. Später absolvierte sie eine Weiterbildung zur eidgenössisch diplomierten PR-Fachfrau. Sie lebt in der Stadt Zürich und arbeitet als Redaktorin Gesundheit bei der Zeitschrift «Schweizer Familie» in Zürich. Davor befasste sie sich bei der «Zentralschweiz am Sonntag» in Luzern neben allge­meinen Gesellschaftsthemen auch immer wieder mit Fragen der Medizin und Psychologie. "Bye Bye, Baby?" ist ihr erstes Buch.

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort .................................................

Alena ......................................................

Der Soziologe ......................................

Karen .....................................................

Der Statistiker .....................................

Sarah .....................................................

Die Expertin für
Online-Partnervermittlung ..............

Andrea ...................................................

11

21

37

55

71

97

115

137

Der Paartherapeut ..............................

Marion ...................................................

Der Fortpflanzungsmediziner ..........

Rebecca .................................................

Die Ethikerin .........................................

Elisabeth ................................................

Die Psychotherapeutin .......................

Judith .....................................................

Schlusswort ...........................................

155

171

191

213

225

245

261

281

195

Klicken Sie auf die Symbole, um einige Textausschnitte aus dem entsprechenden Kapitel zu lesen.

 

Karen, 45

     Und trotzdem steckte hinter der Entscheidung, mich auf ihn einzulassen, keine nüchterne Berechnung, vielmehr ein grosse Portion Selbstbetrug. Wir beide haben uns die Beziehung mit viel Hoffnungen und Illusionen schlicht schöngeredet. Er hat mir meinen bis dahin noch halbwegs in Schach gehaltenen Kinderwunsch wunderbar gespiegelt und in der Fantasie mit mir immer wieder das verlockende Vater-Mutter-Kind-Spiel gespielt. Und so verliebte ich mich zwar nicht in Matthias, aber in die Vorstellung, mit seiner Hilfe Mutter zu werden – zumal er selbst es auch so sehr wollte.

Mit vierzig stellte ich mir im Internet eine Bücherliste zum Thema "Abschied vom Kinderwunsch" zusammen. Wirklich gekauft habe ich diese Bücher nie – geschweige denn, sie gelesen. Ich verlängerte einfach laufend die Liste nach dem Motto: "So langsam solltest du dich mit dem Gedanken vertraut machen." Während Jahren hatte ich die Schallgrenze immer wieder hinausgeschoben: von 32 auf 35, von 35 auf 37. Und mit 40, so dachte ich, sei dann wirklich endgültig Schluss. Mit über 42 Jahren wurde ich schliesslich doch noch schwanger. 

   Matthias, meinen Partner, habe ich über eine Partnervermittlung kennengelernt. Er  ist gleich alt wie ich, ein ausgesprochen netter Mensch, eher ruhig, sehr korrekt und vertrauenswürdig. Schlank, sportlich und sehr gepflegt ist er auch. Meine Freundinnen würden sagen: ein attraktiver Mann. Trotzdem stand für mich bei unserem ersten Date schon nach einer halben Stunde fest: Ich und der – das passt nie im Leben zusammen. 

...

Aber irgendwie hat er mich dann mit dem Kinderthema geködert. Er wollte nämlich unbedingt ein Kind haben, und zwar möglichst bald. Daraus machte er gar keinen Hehl. Und er sagte mir auch sehr schnell, dass er sich das gut mit mir vorstellen könne. So fand ich dann irgendwann auch: Na gut, wieso eigentlich nicht? Es wäre gelogen, zu sagen, ich sei verliebt gewesen. Ich hatte ihn sehr gerne, das schon – habe ich übrigens auch jetzt noch. Aber die Verliebtheitsphase habe ich bei ihm völlig ausgelassen. Bei anderen Männern hatte ich schon viel intensivere Gefühle gehabt. 

...

Von aussen gesehen, treten Matthias und ich auf wie andere Eltern auch. Wir gehen gemeinsam zum Elternmorgen in der Kindertagesstätte, besuchen Kinderveranstaltungen oder treffen uns mit anderen Familien zum Picknick. Während uns anfänglich die Hoffnung und die Vorfreude auf ein Kind zusammenhielten, ist es heute das Kind selbst, das uns aneinander bindet. Natürlich bin ich auch traurig darüber, dass es mit der Beziehung als solches nicht geklappt hat. Wir haben uns viel Mühe gegeben, aber wir sind gescheitert. Doch bloss weil wir als Paar nicht miteinander funktionieren, müssen wir nicht auch noch als Eltern kapitulieren. Es gibt Tage, da klappt es ganz gut, dass wir zusammenspannen im Sinne von "Wir sind Freunde und Eltern, und werden es auch immer bleiben". Es wird nie passieren, dass ich Matthias als Vater meiner Tochter ablehne oder ihn vor ihr schlecht mache, denn dafür gibt es keinen Grund, und sie braucht ihren Papa genauso wie mich.

...

Vorwort

Die Idee, dieses Buch zu schreiben, kam mir nach einem Gespräch, das ich vor bald drei Jahren bei einem Mittagessen mit einem Freund führte. Er erzählte mir von dem überaus starken Kinderwunsch seiner Frau und wie dieser sich auf die Beziehung der beiden auswirkte. Er habe nämlich, so sagte der Freund, den Wunsch seiner Frau nie wirklich geteilt – schon am Anfang der mittlerweile elfjährigen Ehe nicht. Er fühlte sich weder willens noch imstande, eine Familie zu ernähren. Seine Frau aber habe genau das von ihm erwartet. Jahrelang fochten die beiden miteinander Kämpfe aus, gingen von einem Paartherapeuten zum anderen, trennten sich vorübergehend und kamen dennoch nie voneinander los. Als er schliesslich doch einwilligte, es mit einem Kind zu versuchen – sei es aus Pflichtgefühl oder aus einem wirklichen Bedürfnis heraus –, war es bereits zu spät. Seine Frau, inzwischen schon nahe der Vierzig, wurde nicht mehr schwanger. Noch Jahre danach, erzählte mein Freund, koche das Thema bei jeder noch so nebensächlichen Auseinandersetzung wieder hoch. Sie könne es ihm im Grunde nicht

verzeihen, dass er sie durch sein jahrelanges Zögern um den Traum einer eigenen Familie gebracht habe.

...

Wo auch immer die tickende biologische Uhr der Frau erwähnt wird, kennt jemand einen, der jemanden kennt, der ... Ich wage zu behaupten, solche Geschichten sind symptomatisch für die heutige Gesellschaft, inder sich alles um Leistung und Selbstverwirklichung dreht – und für meine Generation ganz besonders. Es ist eine Generation, in der Geburtenkontrolle und Berufstätigkeit für Frauen längst Selbstverständlichkeiten sind. Nicht wenige entscheiden sich auch ganz bewusst gegen Nachwuchs, weil sie ihre Unabhängigkeit um nichts in der Welt hergeben möchten. Sollte man etwas später doch noch zum Elternsein berufen werden, gibt es ja noch die moderne Fruchtbarkeitsmedizin – denkt man. In den USA gibt es bereits Firmen, die ihre jungen Mitarbeiterinnen darin unterstützen, ihre Eizellen einfrieren zu lassen.

 
 
 

Marion, 41

Von aussen gesehen, sind mein Mann und ich das absolute Traumpaar. Er sieht gut aus, ist lustig, charmant; und ich bin immer für alle da, ein fröhlicher Wirbelwind, der – scheinbar – alles im Griff hat. Wir haben ein wunderschönes Häuschen mit Garten, zwei Katzen, und mein Mann hat einen angesehenen Job. Er ist Pilot, und aus irgendeinem Grund denken die Leute, wir würden ständig gemeinsam durch die Welt tingeln. Tatsache ist, dass er das vor allem allein tut, für meinen Geschmack in letzter Zeit etwas gar viel. Vielleicht ist das ja so eine Art Flucht vor den Problemen, die wir wegen unseres unerfüllten Kinderwunsches haben.

    Die Leute haben keine Ahnung, durch welche Hölle wir deswegen gehen. Vielleicht wollen sie auch gar nicht richtig hinschauen, um das schöne Bild, das sie von uns haben, nicht zu zerstören. Die wenigen, die darüber Bescheid wissen, sagen nur immer: "Das kommt schon noch, ihr werdet sehen." Und dann wechseln sie, peinlich berührt, das Thema.

...

Dann begann die Achterbahn der Gefühle. Am Anfang stand eine Riesenportion Hoffnung, denn meine Hormonwerte waren immer hervorragend. Wenn die Periode zum erwarteten Zeitpunkt nicht eintrifft, wirst du richtiggehend euphorisch. Du denkst: Jetzt, endlich! Jetzt hat es geklappt. Wenn du am nächsten Morgen eine Schmierblutung entdeckst, stürzt ein Teil von dir ab, deine Hoffnung zerbricht wie

ein Porzellanteller auf dem Boden. Ein anderer Teil von dir hofft aber weiter. Denn im Internet hast du ja gelesen, dass andere Frauen auch im dritten oder vierten Schwangerschaftsmonat noch Schmierblu-tungen hatten. Aber dann, ein paar Stunden später, blutet es richtig und du weisst: das war's jetzt. Wieder nicht schwanger. Und trotzdem zögerst du noch, mit den Hormonen für einen nächsten Versuch fort-zufahren, denn dadurch würde das Kind geschädigt, falls doch die verschwindend kleine Wahrschein-lichkeit eintreffen würde, dass du doch schwanger bist. An solchen Dingen klammerst du dich fest.

...

Wenn es wirklich mein Schicksal sein soll, kinderlos zu sein, wieso hat mir der liebe Gott oder wer auch immer dann so eine grosse Sehnsucht ins Herz gepflanzt? Wieso hat er mir das Gefühl gegeben, dass ausgerechnet Muttersein meine Erfüllung wäre? Wird einem nicht auch in anderen Lebenslagen empfohlen, seine Ziele und Träume – etwa im Beruf – beharrlich zu verfolgen? Den Kinderwunsch abzulegen würde für mich einer Verleugnung meiner selbst gleichkommen. Denn so bin ich nun einmal. Es ist mein Grösstes und Schwierigstes; ich kann nicht aus meiner Haut. Lange Zeit versuchte ich mir das Leiden daran praktisch zu verbieten. Mittlerweile finde ich, das ich mich nicht auch noch dafür entschuldigen muss, dass ich leide. Es ist schon hart genug, wie es ist. 

Die Psychotherapeutin

Welches Ausmass nimmt dieser Schmerz an?

Es ist sehr unterschiedlich, wie gross das Thema im Leben einer Frau wird. Manche sagen Ende dreissig, es wäre eigentlich noch schön gewesen, ein Kind zu ha-ben, aber sie könnten sich auch so ein erfülltes Leben vorstellen. Diese Frauen haben sich meist aus einem anderen Grund zu einer Therapie entschieden. Für viele gehörte das Mutterwerden aber von klein auf zu ihrem Lebensentwurf dazu, und das haben sie auch nie im Geringsten infrage gestellt. Wenn es das Schicksal dann doch anders will, kommt das einer Amputation gleich. Es stirbt eine Lebensvision. Bei den einen ist es eher ein urplötzlicher, schockartiger Einschnitt, etwa bei einer medizinischen Diagnose. Bei anderen eher das allmähliche Auftauchen einer Gewissheit: Jetzt ist es dann wohl vorbei. Das sind zwar unterschiedliche Prozesse, doch der Schmerz ist in beiden Fällen der-selbe. Er ist aufreibend und kann sehr viel Raum einnehmen. Oftmals kommen zusätzlich noch Be-ziehungsprobleme oder eine Trennung hinzu, weil der Partner entweder nicht so intensiv oder einfach auf andere Art und Weise trauert.

Wenn sich der Wunsch nicht – oder noch nicht – erfüllt hat, tut es einfach einmal weh.

...

Irène Kummer, als Psychotherapeutin begleiten Sie immer wieder Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch. Wie erleben Sie diese Frauen? Gibt es Gemeinsamkeiten in ihrem Erleben?

Es gibt sicherlich Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Ich hatte Frauen in der Therapie, die einfach noch nicht den passenden Partner gefunden hatten oder schon in die Abänderung gekommen waren, als sie ihren Traumpartner endlich trafen. In anderen Fällen funktionierte es mit dem Partner aus unerfindlichen Gründen nicht mit dem Schwangerwerden – was man dann meist "psychologisch" nennt. Wieder andere standen in einem zermürbenden Prozess von einer künstlichen Befruchtung nach der anderen oder mussten schon zum dritten Mal eine Fehlgeburt verkraften. Manchmal galt es, eine Diagnose zu verarbeiten, sei es, dass man selbst unfruchtbar ist oder dass beim Mann zum Beispiel Hodenkrebs diagnostiziert wurde. Es gibt unzählige verschiedene Fälle und vor allem zunehmend mehr Frauen, die nach einer langen Ausbildung noch eine Weile ihren Beruf ausüben wollten, als plötzlich die Zeit eng wurde. Und nicht zu vergesssen: Auch Männer sassen bei mir auf der Couch, die sich glühend ein Kind wünschten! Das einzige, was all diesen Fällen gemeinsam ist:

 

Pressestimmen

 Denn Kinder zu bekommen
oder es nicht zu tun, ist die grundsätzlichste Entscheidung,
die wir treffen oder die uns auferlegt wird. Das illustriert Annette Wirthlin anhand von
acht sehr feinfühligen und
offenen Porträts von sehr 
unterschiedlichen Frauen
und versieht so das Bild der 
tickenden biologischen Uhr mit Gesichtern.
 

Ein Buch nicht nur für
Betroffene, sondern auch für Angehörige oder Freunde von Personen, für die Kinderlosigkeit ein Thema ist – es können Vorurteile abgebaut, Erkenntnisse gewonnen werden.

Clara Gauthey, Bieler Tagblatt

Annette Wirthlin hat es
geschafft, die Thematik der Torschlusspanik auf eindrückliche Art aufzugreifen. Wer das Buch liest, erfährt auf unverblühmte Art, was Frauen tatsächlich bewegt, die sich mit 38 oder 40 noch sehnlichst ein Kind wünschen. Die Schicksale gehen nahe und machen betroffen – so gelingt es dem Buch, Verständnis für die Sorgen, Nöte und Ängste der Frauen zu wecken. 

Andrea Fischer Schulthess, 

Mamablog, Tages-Anzeiger 

Robert Bossart, zentral+

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Bye Bye, Baby?

erschienen bei: Werd & Weber Verlag, Thun

© 2015 , 14x21 cm

308 Seiten, broschiert

ISBN 978-3-85932-767-2

CHF 29.- / EUR 25.- 

 

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Buch "Bye Bye, Baby?", Werd Verlag. Unerfüllter Kinderwunsch.
 
 

Medienberichte

Unter anderen haben die folgende Medien  über "Bye Bye, Baby?" berichtet:
Berner Zeitung, 17.11.2015
Bieler Tagblatt, 24.11.2015
Basler Zeitung, 6.1.2016
Landbote, 16.1.2016
www.kinderwunsch-coaching.ch, 16.11.2016
 
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